Augendiagnose

Die Verwendung der Augen zu Diagnosezwecken ist uralt. Sie findet sich bereits unter den Heilkundigen der Antike und des Mittelalters, der traditionellen chinesischen, tibetischen und ayurvedischen Medizin.

Die moderne Augendiagnostik in ihrer heutigen Form ist etwa 150 Jahre alt und entstammt der Erfahrungsheilkunde der traditionellen und modernen europäischen Heilkunde.

Das Auge ermöglicht als einzige Stelle unseres Körpers einen direkten Einblick in das lebendige Bindegewebe des Menschen. Dieses ist das Grundgewebe, welches alle Zellen des Körpers miteinander verbindet.

Über genaue Betrachtung des Auges und v.a. der Struktur und der Farbe der Iris, sowie der Iris- Topographie (Landkarte der Iris) können der Augendiagnose zu Folge wertvolle Einblicke in die individuelle Konstitution gewonnen werden. Mögliche Erbanlagen und „Schwachstellen“ des Organismus können erkannt werden. Ziel einer Konstitutionstherapie ist es eben diese „Schwachstellen“ zu stärken. Die Augendiagnose kann dabei also helfen mögliche Zusammenhänge der Krankheitsentstehung zu erkennen, als auch konkrete Hinweise zur ursächlichen Therapie zu geben.

Als Hinweisdiagnose erlauben dabei die augendiagnostischen Befunde alleine keine aktuellen Krankheiten zu diagnostizieren. Daher gilt die Augendiagnose auch nicht als Diagnose im eigentlichen schulmedizinischen Sinne, zumal sie wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Als Hinweisdiagnose zeigt sie in der Praxis jedoch einen großen therapeutischen Wert.

Zur Ursachenerkennung von Krankheiten, zur Einschätzung von Reaktionslagen sowie zur frühzeitigen Erkennung und Vorbeugung von Krankheitstendenzen verwende ich in der Praxis die Augendiagnose in Kombination mit weiterer medizinischer Diagnostik und einer ausführlichen Gesprächsanamnese.